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Zweiter Körber-Dialog MINT-Regionen: Miteinander für mehr #MINT

Neue Impulse für die MINT-Bildung und Erfahrungen aus den Regionen

Vor welchen Herausforderungen steht die MINT-Bildung? Wie sieht sie in Zukunft aus und warum werden Wissenschaft, Technik und Informatik auch in Zukunft immer wichtiger? Über diese und viele andere Fragen tauschten sich über 300 MINT-Akteur/innen auf dem zweiten Körber-Dialog MINT-Regionen am 26. April 2021 aus. Die Veranstaltung wurde in Zusammenarbeit mit dem Nationalen MINT Forum und dem Ministerium für Kultur und Wissenschaft des Landes Nordrhein-Westfalen als digitales Format organisiert.

Der Vormittag gehörte den politischen Gesprächen: Unter dem Motto „MINT for Future“ sprach Julia André von der Körber-Stiftung mit Dr. Anna Christmann MdB (Bündnis 90/Die Grünen) und Sybille Benning MdB (CDU). Zum Ende der Legislaturperiode wurde der MINT-Aktionsplan in den Blick genommen und eine erste Bilanz gezogen, aber auch neue Etappenziele ausgetauscht. Im Anschluss wurden auch die regionalen Netzwerke, in denen sich viele und ganz unterschiedliche Akteure gemeinsam für die MINT-Bildung einsetzen, in den Fokus gerückt. Insbesondere für die Zusammenarbeit von Schule und außerschulischen Partnern müssen die Rahmenbedingungen noch verbessert werden. „MINT lernen heißt Gegenwart verstehen und Zukunft gestalten“ so eine Meinung im Plenum. Umso wichtiger, dass MINT-Bildung in den Wahlprogrammen und in der nächsten Legislaturperiode entsprechend berücksichtigt wird.

Auf dem Podium diskutierte Stephanie Kowitz-Harms mit KMK-Präsidentin Britta Ernst, Dr. Sigrid Nikutta, Mitglied im Vorstand der Deutschen Bahn und Klaus Kaiser, Parlamentarischer Staatssekretär im Ministerium für Kultur und Wissenschaft Nordrhein-Westfalen. Welche Antwort hat die Politik auf mangelnde technische Ausstattung von Schüler/innen, überforderte oder alleingelassene Lehrkräfte oder die fehlende Zusammenarbeit mit externen Partnern, die Schulen in der aktuellen Krise unterstützen können? Die Podiumsgäste waren sich einig: So vielfältig die aktuellen Herausforderungen sind, gibt es keine einfachen Lösungen. Wir müssen gemeinsam im Dialog bleiben!

Am Nachmittag ging es in informative und interaktive Workshops mit den neuesten Erkenntnissen rund ums erfolgreiche Netzwerken: Bei einen Einblick in unterschiedliche virtuelle MINT-Angebote wurden die Wissensvermittlung und gleichzeitige Förderung digitaler Kompetenzen aufgezeigt. Um Mädchen nachhaltig für MINT zu begeistern, wurde die Bedeutung der passenden Kommunikation und die Einbindung von role models hervorgehoben. In anderen Workshops diskutierten die Gruppen über die Gewinnung und Begleitung von ehrenamtlichen Engagierten in außerschulischen MINT-Orten oder die Stärkung der Qualität außerschulischer MINT-Bildung im Zusammenspiel von MINT-Regionen und der MINT-Qualitätsoffensive. Unter dem Motto „Mit wenig Geld viel bewirken“ wurde die Priorisierung und Ansprache von Stakeholdern und Geldgebern mit dem Beispiel der MINT-Fonds aus Gütersloh beleuchtet. Frühkindliche MINT-Bildung mit Fokus auf Nachhaltigkeit oder Forschertage an Grundschulen wurden ebenso diskutiert wie der Aufbau von Code Week Standorten in ganz Deutschland nach dem erfolgreichen Hamburger Modell und das Thema Community Management in MINT-Netzwerken zur Unterstützung der Akteur/innen vor Ort.

Ob Digitalisierung, die Ansprache von Mädchen oder die Einbindung von außerschulischen Lernorten – die MINT-Akteur/innen sind sich einig, dass gute MINT-Bildung unverzichtbar für unsere Zukunft ist.  „Vielen Dank für das große Engagement und Förderung der vielfältigen Aktivitäten, Zielsetzungen und Beweggründe für MINT!“, so der Tenor aus der Runde. Auch wenn das persönliche Treffen und der Austausch in Präsenz vermisst wurde, konnten die MINT-Akteur/innen dennoch virtuell viele neue Impulse in ihre MINT-Regionen mitnehmen.