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Rückblick auf das MINT:Barcamp 2021

"Jetzt erst recht!"

Mehr als 170 MINT-Netzwerker:innen haben sich am 17. September 2021 beim 7. MINT:Barcamp ausgetauscht - wegen der weiterhin geltenden Abstandsregeln wieder im digitalen Raum. 21 Sessions standen unter dem Motto „Jetzt erst recht – MINT-Bildung nach Corona“.

Mehr MINT-Interesse und -Kompetenzen
Beim jährlichen Klassentreffen der MINT-Netzwerkerinnen und -Netzwerker aus ganz Deutschland warfen die Teilnehmenden gemeinsam einen Blick nach vorn. Die Ereignisse der letzten Monate haben eindringlich gezeigt, dass es unbedingt mehr MINT-Interesse und -Kompetenzen braucht, um die großen gesellschaftlichen Herausforderungen zu bewältigen – sei es die Bekämpfung der Corona-Pandemie oder auch zunehmende, durch den Klimawandel bedingte Naturkatastrophen. Daher braucht es viele kluge und engagierte Köpfe, die Ursachen erforschen, die Szenarien modellieren, die aber natürlich auch smarte technologische Lösungen konstruieren und programmieren.

Jetzt erst recht!
Unter dem Motto "Jetzt erst recht – MINT-Bildung nach Corona" tauschten sich die MINT-Netzwerkerinnen und -Netzwerker über neue Formate, digitale Tools und erweiterte Netzwerke aus: Was nehmen wir aus der Krise mit, was bleibt, was kommt? Von Digitalmüdigkeit und Zoom-Fatigue keine Spur!  In 21 inspirierenden und vielfältigen Sessions wurde ausgiebig diskutiert – nicht nur zu neuen digitalen Formaten und Angeboten für Mädchen, sondern auch zu außerschulischen Lernorten sowie Demokratiebildung, Partizipation und Inklusion.

Themenvielfalt im digitalen Raum

In einigen Sessions standen die Jugendlichen im Fokus: Wie können MINT-Angebote direkt in die Lebenswelt von Jugendlichen, in neue, „dritte“ Orte gebracht werden? Und wie können junge Menschen durch Partizipation und Co-Creation die MINT-Landschaft mitgestalten und ihre Kreativität, Ideen und Interessen einbringen? Auf welchem Wege können sozialbenachteiligte Jugendliche für MINT gewonnen werden? Und wie sieht eine inklusive außerschulische MINT-Bildung aus?

In anderen Sessions standen Umweltschutz, Klimawandel und Nachhaltigkeit im Mittelpunkt:  Wie gehen die MINT-Netzwerke damit um? Gesucht sind Bildungsangebote, die die Wissenschaft hinter dem Klimawandel und Handlungsoptionen thematisieren. Welche Unterrichts-Ansätze gibt es zu „Künstlicher Intelligenz“ und „Klimawandel“, wie kann eine integrierte MINT- und Demokratie-Bildung entwickelt werden?

Wie auch im virtuellen Raum experimentiert oder berufliche Kompetenzen praktisch geübt werden können, wurde in weiteren Sessions diskutiert. Der Blick wurde auch auf Museen als MINT-Akteure gerichtet, auf außerschulische MINT-Akteur:innen bei der Lehrkräftefortbildung sowie gendersensible Lernangebote, den Mehrwert von Mentoring & Role Modeling und „FemalePower für MINT“.

In einer Mitmach-Session ging es um die mediale Aufbereitung von MINT-Angeboten, in einer anderen um Podcasts, mit denen große und kleine MINT-Geschichten erzählen werden können. Wie der Aufbau von regionalen MINT-Netzwerken in bislang wenig erschlossenen Regionen gestaltet werden kann und wie MINT-Angebote in nur einer Karte bzw. Datenbank sichtbar gemacht werden können, wurde ebenso diskutiert wie datenschutzkonforme Plattformen zum Vernetzen, Austauschen, kollaborativem Arbeiten und Lernen.

In allen Sessions wurden gemeinsam Erfahrungen ausgetauscht, Ideen geteilt und Lösungsansätze diskutiert. Unsere Dokumentation und Fotogalerie geben einen kleinen Eindruck vom Tag. Im Feedback wurde die Hoffnung geäußert, im nächsten Jahr von den Entwicklungen der heute mitgenommenen Ideen berichten zu können. Wir freuen uns darauf!

Denn, schon jetzt vormerken: Das achte MINT:Barcamp findet am 16. September 2022 in Hamburg statt!

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Fotos: Körber-Stiftung/Claudia Höhne