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MINT-Tagung des Goethe-Instituts in München

Was haben MINT, DaF und CLIL miteinander zu tun? Um diese Frage kreiste die Konferenz des Goethe-Instituts, die am 15. November im München stattgefunden hat. Deutsch als Fremdsprache (DaF) zu vermitteln gehört zu den Kernaufgaben von Goethe-Instituten in der ganzen Welt. Dabei geht es schon lange nicht mehr allein um das Erklären von Grammatik oder das Lernen von Vokabeln. Vielmehr wird immer öfter die Vermittlung einer Fremdsprache mit fachsprachlichen Inhalten verknüpft, der sogenannte CLIL-Ansatz (Content and Language Integrated Learning). Besonders Interesse besteht dabei an den MINT-Fächern.

Auf der Konferenz wurden daher verschiedene MINT-Projekte und Aspekte der fremdsprachlichen Vermittlung von Mathematik, Informatik, Naturwissenschaften und Technik vorgestellt. Ein Thema war auch das Konzept der MINT-Regionen, das Stephanie Kowitz-Harms aus dem Bereich Bildung der Körber-Stiftung vorgestellt hat. In der Diskussion wurde sehr schnell deutlich, dass es verschiedene Anknüpfungspunkte zur Arbeit der Goethe-Institute gibt. So bestand großes Interesse daran, Austauschangebote für ausländische Schülerinnen und Schüler oder Studierende zu schaffen. Auch Einblicke in deutsche Unternehmen und organisierte Praxistage würden nach Ansicht der Teilnehmenden einen großen Mehrwert für die Sprachlerner darstellen. Hier könnten MINT-Regionen als Schnittstellen fungieren oder in Kooperation mit den Goethe-Instituten entsprechende Angebote schaffen.

Darüber hinaus wurde erneut ein Desiderat sichtbar: Bislang gibt es nur wenige Kenntnisse darüber, wie MINT-Bildung in anderen europäischen oder außereuropäischen Länder organisiert ist und ob es vergleichbare Netzwerke wie die MINT-Regionen außerhalb von Deutschland gibt. Hier würde es sich lohnen, in Zukunft genauer hinzuschauen und zu diskutieren, ob sich das Konzept der MINT-Regionen auch auf andere Länder übertragen ließe.