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MINT-Herbstreport 2018

Die Fachkräfte-Lücke in der deutschen Wirtschaft bei naturwissenschaftlich-technischen Berufen nimmt weiter zu. Nach Angaben des arbeitgebernahen Instituts der deutschen Wirtschaft in Köln (IW) ist die Zahl der offenen Stellen im MINT-Bereich im Vergleich zum Vorjahresmonat um fast 6 Prozent gestiegen. 

"Die Lücke hat damit einen neuen Allzeit-Höchststand für den Monat Oktober seit Beginn der Aufzeichnungen im Jahr 2011 erreicht und liegt um 42.400 oder 14,3 Prozent höher als noch im Oktober des Vorjahres", heißt es in dem am Montag, den 26. November vorgelegten MINT-Herbstreport. 

Für Erwerbstätige mit MINT-Qualifikationen bedeutet es, dass ihre Arbeitsbedingungen und Karriereperspektiven sehr gut sind. Die Anzahl der befristeten Beschäftigungsverhältnisse ist gerade in der M+E-Industrie ausgesprochen gering, die Aussicht auf leitende Positionen sehr groß und die Löhne sind attraktiv. 

Kaum verwunderlich ist es daher, das der MINT-Bereich für Zugewanderte und Flüchtlinge gute Chancen bietet. Der Anteil von erwerbstätigen MINT-Akademikern mit eigener Migrationserfahrung ist in den vergangenen Jahren stetig auf inzwischen 19,9 Prozent angestiegen, die Erwerbstätigenquote unter Akademikern mit Migrationserfahrung liegt bei MINTlern mit 81,5 Prozent höher als bei Zuwanderern in anderen akademischen Fachrichtungen mit 75,0 Prozent. Ein ähnliches Bild ergibt sich für die beruflich qualifizierten Fachkräfte. 

Die sozialversicherungspflichtige Beschäftigung von Personen mit einer Nationalität aus Eritrea, Irak, Afghanistan und Syrien in MINT-Berufen ist zuletzt dynamisch gestiegen. Auch der Ausblick zeigt günstige Perspektiven für die Geflüchteten in MINT-Berufen.