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MINT-Aktionsplan des BMBF

 

Das Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) hat am13. Februar seinen MINT-Aktionsplan vorgestellt. Hervorgehoben wird darin u.a. die Bedeutung regionaler MINT-Allianzen, für die sich die Körber-Stiftung seit vielen Jahren einsetzt. Wie die angekündigte Förderung regionaler Cluster konkret umgesetzt werden soll, ist jedoch noch unklar.

Bundesbildungsministerin Anja Karliczek hat den bereits im Sommer 2018 angekündigten MINT-Aktionsplan am 13. Februar der Öffentlichkeit präsentiert. Darin wird eine Vielzahl von Maßnahmen benannt, die das BMBF bereits seit einigen Jahren betreibt und zukünftig auch fortführen will. Darüber hinaus werden vier neue Initiativen vorgestellt: MINT-Forschung, MINT-Kommunikation, MINT-Angebote für Kinder und Jugendliche sowie eine MINT-E-Plattform. 

Die Körber-Stiftung unterstützt ebenso wie das Nationale MINT Forum die übergeordneten Ziele des BMBF. Hierzu gehört insbesondere, die MINT-Bildung leichter zugänglich zu machen, Angebote kontinuierlich entlang der gesamten Bildungskette zu entwickeln und anzubieten oder auch Image und Sichtbarkeit von MINT-Bildung zu verbessern. „Wir kommen bei der MINT-Bildung allerdings nur dann voran, wenn wir die vielen bereits bestehenden oder auch neuen Aktivitäten gezielt, nachhaltig und wirkungsorientiert anlegen“, betonten die NMF-Sprecher Dr. Nathalia von Siemens und Dr. Ekkehard Winter.

Insbesondere die neue Initiative „MINT-Angebote für Jugendliche“ wirft Fragen auf. Mit dieser Initiative sollen im Rahmen eines Wettbewerbs 30-40 regionale Cluster ausgewählt und gefördert werden. In diesen Clustern sollen sich Akteure regional zusammenschließen, um eine MINT-Gesamtstrategie zu entwickeln und regelmäßig stattfindende Angebote in der MINT-Bildung zu konzipierten und umzusetzen. Bislang bleibt unklar, in welche Form sich diese Cluster von dem bestehenden Netzwerk der MINT-Regionen unterscheiden oder ob sie eine sinnvolle Ergänzung darstellen können. Die Körber-Stiftung engagiert sich seit langem für den Aufbau und die Entwicklung regionaler MINT-Netzwerke. Die in den vergangenen Jahren entstandenen 120 MINT-Regionen verfolgen gerade das Ziel, passgenaue Strategien zu entwickeln, Angebote transparent zu machen und die MINT-Bildungskette vor Ort zu schließen. Daher kann sich die Körber-Stiftung nur dem Bedauern des NMF anschließen, dass eine weitergehende Unterstützung der MINT-Regionen, insbesondere die Kernforderung nach einer bundesweiten Servicestelle, vom BMBF nicht aufgegriffen wurde. Diese Servicestelle soll ausdrücklich MINT-Regionen darin unterstützen, Netzwerkeffekte zu verstärken, Neugründungen anzuregen und gute, wirkungsorientierte Praxis voranzutreiben.

„Die Einrichtung weiterer Cluster ist begrüßenswert, die existierenden MINT-Regionen sollten dabei aber eingebunden bzw. sinnvoll erweitert und gestärkt werden, um Doppelstrukturen zu vermeiden“, rät NMF-Sprecherin Dr. Nathalie von Siemens.