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Die MINT-Qualitätsoffensive vor Ort

Reise- und Praxisbericht von Projektleiter Aaron Hohenstein

Nach zwei Jahren Pandemie ist es nun an der Zeit, den Koffer aus dem Keller zu holen, eine neue Bahncard zu bestellen und Züge zu buchen, um endlich die Netzwerkkoordinator:innen vor Ort in Person zu treffen! Es ist ein gutes Gefühl, abseits von Bildschirmen Menschen, die ich bereits kenne, erneut kennenzulernen. Zudem eröffnet mir die Möglichkeit, die Netzwerke zu besuchen, den Bezug zu der Alltagspraxis, mit der jede Teilnehmerin und jeder Teilnehmer täglich zu tun hat, besser zu verstehen.

Mein erstes Ziel war ganz im Süden von Deutschland, die Technische Hochschule Deggendorf (THD):
In Deggendorf empfingen mich Andrea Stelzl, Manuela Krawagna-Nöbauer und Anna-Katharina Kaiser, es war ein sehr herzlicher Empfang, fast so, als ob wir uns zwei Jahre lang nicht gesehen hätten. Die Technische Hochschule Deggendorf ist eine Institution, die in Niederbayern und weltweit für die Ausbildung technischer Berufe steht. Anfang März kamen die ersten internationalen Student:innen nach der Pandemie quasi mit mir zusammen in Deggendorf an der THD an. Nach einem ausführlichen Rundgang über das Gelände der THD traf ich auf Herrn Prof. Peter Fröhlich (Dekan), Prof. Waldemar Berg (Vizepräsident Studium) und Herrn Wolfgang Stern (Leitung Studienzentrum). Im angeregten Austausch konnte ich die MINT-Qualitätsoffensive vorstellen und Fragen beantworten – vielen Dank für Ihre und Eure Zeit!

Mein nächster Halt waren die MINT-Labs Regensburg e. V.:
Das brandneue Gebäude des MINT-Labs Regensburg e. V. ist ein beeindruckendes Gebäude und macht sofort Lust auf mehr. Hier empfing mich Sandra Hannweg, die mir die Räumlichkeiten zeigte. Ehrlich gesagt hätte ich mir eine Einrichtung mit derartigen Möglichkeiten in meiner Nähe gewünscht, aber das nur nebenbei. Ausgestattet bis unters Dach mit aktueller Technik zum Forschen und von den Mitarbeitenden inspiriert, können Kinder und Jugendliche hier MINT in einer professionellen Umgebung erleben. Alleine für die Axolotl lohnt sich ein Besuch bei Sandra und dem Team vom MINT-Labs Regensburg e. V. – ich komme gerne wieder!

Nach sechs Stunden im ICE später in Ludwigsburg:
Ein besonderer Halt auf meiner Reise war Tinkertank in Ludwigsburg. Bei Tinkertank hatte ich das erste Mal die Möglichkeit, an einem Workshop teilzunehmen und zu erleben, wie sich die MINT-Qualitätsoffensive aus Sicht einer Initiative gestaltet. Mir ist klar geworden, wie individuell jeder einzelne Workshop gestaltet sein muss, um passend für das jeweilige Netzwerk zu sein. Ich wurde mit einem leckeren Abendessen empfangen, dass wir ganz nach der Tinkertank-experience auf einem vor dem Schrott geretteten Elektrogrill zubereiteten. Schon am Abend konnte ich mich mit Jasmin, Nora und Johannes über Wirkung und Qualität im Zusammenhang mit Pädagogik und Didaktik sehr angeregt austauschen. Am nächsten Tag war es dann so weit, ich durfte Teil eines Workshops werden. Johannes May, Netzwerkkoordinator bei Tinkertank in Ludwigsburg, startete seinen Workshop mit der Veranschaulichung einer Wirkungskette. Hierfür stand ein kleiner Berg Elektroschrott und ein Universum an Wissen über denselben zur Verfügung. Das Team von Tinkertank unterstützte mit Wissen über Elektrotechnik und programmierte kurzerhand kleine Motoren, um der Wirkungskette den gewünschten Outcome zu verleihen. Zwei Stunden später war ein buntes, in Reihe geschaltetes Kunstwerk vollendet und entfaltete seine „volle“ Wirkung – hier und da musste der Ablauf etwas anpasst werden, also alles wie im echten Leben. Das Thema Wirkung visuell darzustellen ist genial – vielen Dank für diese Erkenntnis!