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MINT-Regionen als Code Week Regio-Hubs

Community Call am 16. März 2022

In diesem Jahr feiert die Code Week das 10-jährige Jubiläum. Was sich hinter den zwei Aktionswochen im Herbst verbirgt und in welcher Form sich die MINT-Regionen beteiligen könnten, zeigten Nele Steigerwald, Körber-Stiftung, und Birgit Pauly, Witelo e.V., aus dem Regio-Hub Thüringen in unserem 4. Community Call.

Die Idee und erste Erfahrungen in Hamburg
Die EU Code Week ist eine Graswurzelbewegung, die Programmieren und digitale Kompetenzen auf kreative und ansprechende Weise näherbringen soll. Nele Steigerwald berichtete von den Erfahrungen in Hamburg, wo die Körber-Stiftung seit 2016 die Angebote der regionalen Coding- und Making Initiativen koordiniert, seit 2017 in Zusammenarbeit mit den Hamburger Bücherhallen. Dabei stieg die Anzahl der Workshops von 6 in 2016 auf über 180 in 2021. Es entstand die Idee, den Aufbau von Code Week Standorten in ganz Deutschland nach dem erfolgreichen Hamburger Modell zu initiieren. Mittlerweile gibt es neun Code Week Regio-Hubs, darunter die MINT-Regionen in Kassel und Thüringen, die sich aktiv an der Code Week beteiligen.

Engagement als Code Week Regio-Hub
In den Code Week Regio-Hubs schließen sich engagierte Menschen und Organisationen zusammen – darunter Bildungsinitiativen, Stiftungen, Hochschulen, Bibliotheken, Unternehmen und Wirtschaftsförderungen – die bei sich vor Ort jungen Menschen Lust aufs Coden und Tüfteln machen wollen. So können Kinder und Jugendliche in spannenden Workshops und Mitmachangeboten den spielerischen Umgang mit Hard- und Software erproben und entdecken, wieviel Spaß, Kreativität und Teamwork im Programmieren steckt. Nach dem Ansatz „Shared Structures“ erhalten die Regio-Hubs Unterstützung beim Aufbau der Netzwerke, können Ressourcen wie Webseite, Kampagnenmaterial sowie Tool Kits nutzen und auf das Know-how zurückgreifen (z.B. Mentoring, Online-Sprechstunden).

Beteiligungsmöglichkeiten an der Code Week
Einzelne Initiativen oder auch die Akteur:innen einer MINT-Region können ein Teil der Graswurzelbewegung werden und Workshops vor Ort anbieten. Bereits vorhandene Angebote können als Aktionswochen im Rahmen der Code Week beworben werden. Es genügt der Eintrag der Aktion bzw. des Angebots auf der Webseite EU Code Week. Finanzielle Unterstützung bieten Meet & Code oder die Regio-Hubs in Bonn, Baden-Württemberg und Hamburg an.

Darüber hinaus kann man sich einem vorhandenen Regio-Hub anschließen oder auch einen neuen gründen, falls es noch keinen in der Nähe gibt. So erhöht sich die Sichtbarkeit für die einzelnen Initiativen und deren Angebote. Mit einem gemeinsamen Ziel und verschiedenen Partnern vor Ort lassen sich die digitalen Skills der nächsten Generation stärken. Einerseits profitiert man von den gewachsenen Strukturen eines bundesweiten Netzwerks und kann andererseits Erfahrungen mit Mitstreiter:innen aus ganz Deutschland teilen.

Das Beispiel des Code Week Regio-Hubs Thüringen
Was 2020 als Code Week Jena mit 9 Angeboten startete, wurde nur ein Jahr später zur Code Week Thüringen mit 61 angemeldeten Workshops, so Birgit Pauly von Witelo e.V. im Community Call. Hier wurden Schulen als Veranstaltungsorte genutzt und Angebote im Rahmen von Projekttagen in der Unterrichtszeit oder als Hortangebot in den Ferien durchgeführt (dafür wurde der Aktionszeitraum um eine Woche verlängert). Es empfiehlt sich auch, die Schülerforschungszentren oder Jugendzentren in die Code Week einzubinden, um die Code Week auch in den ländlichen Raum zu tragen.

Wie geht es weiter?
Im Fazit des Community Call waren sich alle einig: Einfach mal anfangen! Das Beispiel aus Thüringen zeigt, wie unkompliziert der Start ist und wie schnell sich eine Gemeinschaft entwickeln kann. Die Beteiligungsmöglichkeiten sind niedrigschwellig, die Unterstützung vielfältig und unkompliziert. Für Fragen stehen Nele Steigerwald und Birgit Pauly gern zur Verfügung.

Die zwei Aktionswochen der Code Week finden dieses Jahr vom 8. - 23. Oktober 2022 statt.