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Auf geht’s in die dritte Runde: Start des Qualifizierungsdurchgangs 22/23 der MINT-Qualitätsoffensive

Neue Expert:innen für die Themen Wirkungsorientierung und Qualitätsentwicklung

Nach zwei Tagen im digitalen Austausch starten nun 19 Teilnehmende aus 14 MINT-Netzwerken in den dritten Durchgang der MINT-Qualitätsoffensive. Gestärkt durch die Impulse und den Austausch während des zweitägigen Auftaktworkshops und der folgenden Vertiefungsworkshops in November machen sich die Netzwerkkoordinator:innen auf, das Gelernte als Multiplikator:innen an MINT-Initiativen in den eigenen Netzwerken vor Ort weiterzugeben.

Zum Einstieg: Gedanken zur Wirkungsorientierung

Neben Begriffen wie Evaluation und Analyse sowie erreichten Zielgruppen und passenden Angeboten wurde auch die Frage aufgeworfen, ob man Wirkung steuern könne. Darüber hinaus nannten die Teilnehmenden auch Schlagworte wie Methodenkompetenz und Außendarstellung, als sie zum Einstieg nach ihren Gedanken zur Wirkungsorientierung befragt wurden. Diese wurden im folgenden Impuls aufgenommen: „Wirkungsorientierung bedeutet, dass ein Projekt darauf ausgerichtet ist, Wirkungen zu erzielen und es entsprechend geplant und umgesetzt wird.“ Um das eigene Projekt zu analysieren, kann ein sogenannter „Problembaum“ helfen, der Ursachen und Folgen beleuchtet. Übersetzt in positive Aussagen ergibt sich der Lösungsbaum mit dem anzustrebenden Idealzustand des Vorhabens.

Zielgruppe und Stakeholder im Blick

Mit Blick auf Qualität und Wirkung ist unter anderem der Umgang mit Zielgruppen und Stakeholdern entscheidend: Bei wem soll durch das MINT-Projekt eine Veränderung bewirkt werden und wer ist wichtig für den Projekterfolg? Hier lernten die Teilnehmenden die Zielgruppen-Matrix und die Stakeholder-Analyse kennen und tauschten erste Erfahrungen dazu aus: Jede Zielgruppe ist Stakeholder, aber nicht jeder Stakeholder gehört zur Zielgruppe.

Orientierungsrahmen und Selbstanalyse

Basierend auf dem vom Nationalen MINT Forum herausgegebenen Orientierungsrahmen „Wirkungsvollen Arbeit außerschulischer MINT-Initiativen“ und anhand der Selbstanalyse im Online-Tool können MINT-Initiativen die eigene Arbeit in ihren Projekten konstruktiv hinterfragen und reflektieren. Während des Auftaktworkshops lernten die Netzwerkkoordinator:innen diese Werkzeuge kennen und spielten die ersten Schritte durch, um im weiteren Verlauf die MINT-Initiativen vor Ort bei der Selbstanalyse und der Arbeit mit den Ergebnissen unterstützen zu können.

Unterstützung für die Multipliaktor:innen

Im Rahmen des Qualifizierungsdurchgangs helfen nicht nur die erprobten Materialien und Tools, sondern auch der regelmäßige kollegiale Austausch in der Gruppe sowie das Buddy-Programm der MINT-Qualitätsoffensive. Erfahrene Multiplikator:innen aus den ersten beiden Durchgängen unterstützen die neuen Teilnehmenden in regionalen Austauschrunden beispielsweise bei Fragen rund um die Ansprache der Initiativen oder auch die konkrete Durchführung des Workshopszyklus vor Ort.

Angeregt durch das Wissen und den Erfahrungsaustausch sind die Teilnehmenden motiviert: „Wir starten eine Quali-Bewegung!“. Anfang Mai 2023 sehen sich die Netzwerkkoordinator:innen aus den drei Qualifizierungsdurchgängen zur Transferwerkstatt in Hamburg wieder.