MINT-Qualitätsoffensive

Für die Verbesserung der Qualität außerschulischer MINT-Angebote lohnt es sich, in regelmäßigen Abständen die eigene Arbeit zu hinterfragen und Optimierungsmöglichkeiten auszuloten. So können Veränderungspotenziale identifiziert und Projekte zielgerichtet verbessert werden. Das wiederum erzeugt eine noch stärkere Wirkung bei den Kindern, Jugendlichen oder weiteren Zielgruppen, die im Mittelpunkt der Angebote stehen. 

Die Mission der MINT-Qualitätsoffensive ist es, außerschulische MINT-Initiativen bei diesem Prozess der Selbstreflexion und Angebotsanpassung vor Ort zu unterstützen.

Orientierungsrahmen

Mit dem vom Nationalen MINT Forum herausgegebenen "Orientierungsrahmen zur wirkungsvollen Arbeit" liegt erstmalig ein Instrument vor, mit dem MINT-Initiativen zielgerichtet die eigenen Aktivitäten überprüfen und maßgeblich verbessern können.

Dieses Instrument möchte all diejenigen unterstützen, die aktiv außerschulische MINT-Lernorte wie Schülerlabore, Nachwuchsförderprogramme oder Wettbewerbe gestalten. Es bietet außerschulischen MINT-Initiativen erstmals die Möglichkeit, eine strukturierte gezielte Selbstanalyse vorzunehmen – ganz individuell auf das eigene Angebot und die eigene Situation zugeschnitten.

 

 

Der Orientierungsrahmen für wirkungsvolle Arbeit von MINT-Initiativen ist unter dem Dach des Nationalen MINT Forums von der Stiftung "Haus der kleinen Forscher" in Zusammenarbeit mit Phineo entwickelt worden. Die dafür notwendigen Mittel stellte das BMBF zur Verfügung.

Zum Orientierungsrahmen

Ziele der Qualitätsoffensive

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Qualifizierung

Koordinator:innen der MINT-Regionen werden zu Expert:innen für Qualitätsentwicklung.

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Austausch

Es entsteht ein Austausch über Fragen der Qualitätsentwicklung.

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Qualitätsentwicklung

Die Qualität von außerschulischen MINT-Angeboten wird erhöht.

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Wirkung

Die Wirkung der MINT-Bildung wird gesteigert.

Rollout

Der begleitete Rollout wird über die vorhandenen Strukturen der regionalen MINT-Netzwerke organisiert. Koordinator:innen von MINT-Regionen werden nach dem Train-the-Tainer-Prinzip fortgebildet und können MINT-Initiativen vor Ort bei der Umsetzung des Orientierungsrahmens unterstützen. 

Im Herbst 2021 ist die MINT-Qualitätsoffensive nach der erfolgreichen Pilotphase in die dreijährige Hauptphase gestartet. Aktuell nehmen 16 neue Netzwerke an dem Qualifizierungsdurchgang 2021/2022 teil.

Zu Beginn werden die teilnehmenden Koordinator:innen in die Wirkungslogik eingeführt und erhalten Handreichungen zur Umsetzung eines standardisierten Programms in den Regionen. Im Anschluss führen sie Workshops vor Ort durch, begleiten die MINT-Initiativen bei der Umsetzung einer Selbstanalyse und sammeln Feedback ein. Die Rückmeldungen aus den Regionen tragen kontinuierlich dazu bei,  Verbesserungspotenziale zu erkennen und konkrete Veränderungen am Konzept, dem Online-Tool zur Selbstanalyse und den Materialien vorzunehmen.

 

 

Bis 2024 ist jährlich ein Qualifizierungsdurchgang für Netzwerkkoordinatorinnen und -koordinatoren aus regionalen MINT-Netzwerken geplant.

Die Community der MINT-Qualitätsoffensive setzt sich aus MINT-Netzwerken und außerschulischen MINT-Lernorten zusammen, die das Qualifizierungsprogramm der MINT-Qualitätsoffensive durchlaufen und die Themen Qualität und Wirkung nachhaltig in ihren Strukturen verankern.

Pilotphase

Mit dem Ziel, die entwickelten Werkzeuge, Materialien und Handreichungen zu erproben und weiterzuentwickeln, startete Ende Juni 2020 die Pilotphase der MINT-Qualitätsoffensive. Die Koordinator:innen der ausgewählten 13 Pilotregionen durchliefen das partizipativ gestaltete Qualifizierungsprogramm, das kontinuierlich an die Bedürfnisse aus der Praxis angepasst wurde.

Die Ausbildung der Koordinator:innen der 13 Pilotregionen erfolgte nach dem Train-the-Trainer-Prinzip. In einem Auftaktworkshop erarbeiteten sich die Teilnehmenden in Gruppenarbeiten, Reflexions- und Diskussionsrunden gemeinsam die Themen Wirkungsorientierung und Qualitätsentwicklung. Die Inhalte der Selbstanalyse sowie die Schritte der nächsten Monate standen dabei im Mittelpunkt. Ein umfassendes Toolkit mit Handreichungen und Arbeitsmaterialien für die Umsetzung der MINT-Qualitätsoffensive in den eigenen Regionen wurde zur Verfügung gestellt.

Im Zeitraum von September 2020 bis April 2021 führten die MINT-Koordinator:innen der Pilotregionen selbstständig Workshops mit MINT-Initiativen in ihren eigenen Regionen durch. So wurden über 80 außerschulische MINT-Initiativen bei der Reflexion ihrer Projekte und der intensiven Auseinandersetzung mit den Themen Qualität und Wirkung unterstützt.

Anfang Mai 2021 fand die digitale Abschlussveranstaltung mit allen Pilotregionen statt. Hier stand die die Weiterentwicklung des Projekts sowie die nachhaltige Verankerung des Angebots in den einzelnen Regionen im Fokus.

Während der gesamten Pilotphase stellte die Beratung und Begleitung der MINT-Initiativen durch die MINT-Koordinator:innen einen wichtigen Gelingensfaktor dar. Das strukturierte Qualifizierungs- und Begleitprogramm der MINT-Qualitätsoffensive stellte genau dies sicher. Die außerschulischen MINT-Lernorte erhielten die erforderliche Unterstützung, um die Selbstanalyse gewinnbringend anwenden zu können und so die Qualität und Wirkung ihrer Arbeit zu optimieren.

Den MINT-Koordinator:innen stand während des gesamten Zeitraums die bei der Körber-Stiftung angesiedelte Projektleitung für Rückfragen und Unterstützung zur Seite.

Ihre Ansprechpartner

Bei Fragen zum Konzept und zur Umsetzung der Qualitätsoffensive stehen Ihnen zur Verfügung:

Aaron Hohenstein

Körber-Stiftung
Kehrwieder 12
20457 Hamburg
Telefon: 040 808 192 236
E-Mail: hohensteinkoerber-stiftung.de

Julia Saalmann

Nationales MINT Forum e.V.
Rungestraße 17
10179 Berlin
Telefon: 030 91 50 74 73 
E-Mail: julia.saalmannnationalesmintforum.de


Projektpartner

Das Projekt ist eine Initiative des Nationalen MINT Forums e.V. und seiner Mitgliedsorganisationen Deutsche Telekom Stiftung, Joachim Herz Stiftung, Körber-Stiftung, Siemens Stiftung, Stifterverband und Stiftung Haus der kleinen Forscher; es wird von der aqtivator gGmbH gefördert.

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