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Dritter Round-Table MINT-Regionen in Berlin

Bereits zum dritten Mal haben sich Vertreterinnen und Vertreter aus den Bundesländern zum Round-Table-Gespräch in Berlin getroffen, um sich über die Entwicklung der MINT-Regionen auszutauschen. Im Mittelpunkt der Diskussion standen die Themen Digitalisierung und Qualitätsentwicklung.

Die Idee, regionale Netzwerke für MINT-Bildung aufzubauen, stößt in fast allen Bundesländern inzwischen auf großes Interesse. Davon zeugt die rege Beteiligung an dem dritten Länder-Round-Table mit Vertreterinnen und Vertretern aus 12 Bundesländern, der am 15. Juni im Hauptstadtbüro der Körber-Stiftung stattgefunden hat.

Ein wichtiges Thema ist derzeit für alle Teilnehmenden die Digitalisierung des Bildungssystems. Dabei herrscht weitgehende Einigkeit, dass Schulen diese Herausforderung – angefangen von der technischen Ausstattung bis zur Weiterbildung der Lehrkräfte – nicht allein bewältigen können. MINT-Regionen können hier eine wichtige Aufgabe übernehmen: Durch ihre Vernetzungsstrukturen sind sie in der Lage, strukturelle Konzepte passgenau zu entwickeln und vor Ort mit den Partnern zu realisieren. Der Förderwettbewerb „Digital Skills. Lernen in regionalen Netzwerken“, den die Körber-Stiftung gemeinsam mit dem Stifterverband Herbst ausschreiben wird und mit dem solche Konzepte ausgezeichnet werden sollen, stieß daher auf großes Interesse.

Zweiter Schwerpunkt des Treffens war das Thema Qualitätsentwicklung. Julia André stellte den neuen Leitfaden „Quasi“ zur Qualitätssicherung außerschulischer MINT-Lernorte vor, der in Kürze zur Verfügung gestellt werden soll. Nachdem Bedenken gegen eine Art der Zertifizierung von MINT-Initiativen zerstreut werden konnten, war sich die Mehrheit der Teilnehmenden darüber einig, dass ein solches Instrument von großem Nutzen sein kann. Es wurde allerdings dazu angeregt, den Begriff der Qualitätssicherung zu ersetzen und den Gedanken der Selbstevaluation in den Vordergrund zu stellen.

Das Round-Table-Gespräch stellt für die Teilnehmerinnen und Teilnehmern eine wichtige Plattform dar, um sich über den Stand der Entwicklung zum Thema MINT-Regionen in den anderen Bundesländern zu informieren, Erfahrungen auszutauschen und Anregungen für die eigene Arbeit mitzunehmen. Es soll daher auch im kommenden Jahr fortgeführt werden.