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6. Nationaler MINT-Gipfel

Auf dem Nationalen MINT Gipfel am 7. Juni plädierten die Mitglieder des Nationalen MINT Forums für einen regelmäßigen Dialog mit Bund, Ländern und Kommunen, um gemeinsam eine nationale MINT-Strategie zu erarbeiten. Als sinnvolle Ansatzpunkte nennen sie sechs Kernforderungen. Diese wurden mit Bundesbildungsministerin Anja Karliczek und KMK-Präsident Helmut Holter sowie hochrangigen Vertretern aus Kommunen, Wissenschaft und Wirtschaft diskutiert.
 

In ihrem Weckruf machten die beiden Sprecher des Nationalen MINT Forum, Nathalie von Siemens und Ekkehard Winter gleich zu Beginn des Gipfels auf die unbefriedigende Lage aufmerksam. „MINT ist heutzutage wesentlicher Teil der Allgemeinbildung. In der heutigen, zunehmend digitalisierten Lebens- und Arbeitswelt muss für alle ein Zugang zu qualitätsvoller und zeitgemäßer MINT-Bildung gewährleistet sein“, betonte Nathalie von Siemens. Ekkehard Winter verwies auf neueste Studien wie den jüngsten MINT-Frühjahrsreport und sagte: „Trotz all der vielen beeindruckenden MINT-Initiativen muss man befürchten, dass wir in Deutschland die für 2020 gesetzten Ziele nicht erreichen. Die mathematischen und naturwissenschaftlichen Kompetenzen unserer Grundschüler werden eher schlechter, die MINT-Fachkräftelücke ist erneut auf einem Allzeithoch und Mädchen und junge Frauen fühlen sich weniger denn je motiviert, einen MINT-Beruf zu ergreifen“. 
 
Das Fazit des NMF-Sprecherteams: MINT-Bildung in schulischen und außerschulischen Initiativen muss schlagkräftiger werden. Dazu müssen die Initiativen bei Qualitätssicherung und Wirkungsorientierung unterstützt werden. Nur eine gemeinsam mit der Politik entwickelte nationale MINT-Strategie könne spürbare Fortschritte bringen. 

Zu den sechs Kernforderungen des Nationalen MINT Forums gehört u.a. eine MINT-Qualitätsallianz, systematische Begleitforschung sowie ein bundesweite Servicestelle für MINT-Regionen: 

MINT-Regionen durch eine bundesweite Servicestelle stärken!
Die regionale Zusammenarbeit aller Akteure der MINT-Bildung ist der Schlüssel für Angebotstransparenz und Koordination entlang der Bildungskette. Sie ist der Hebel, der die Instrumente der Qualitätsentwicklung in die Fläche trägt und Beratung und Begleitung vor Ort organisiert. Um die bereits entstandenen Netzwerkeffekte zu verstärken, Neugründungen anzuregen, den Erfahrungsaustausch und gute, wirkungsorientierte Praxis voranzutreiben, fordern wir die Einrichtung einer öffentlich finanzierten bundesweiten Servicestelle für MINT-Regionen. Sie richtet sich insbesondere an die Multiplikatoren in den Ländern und Kommunen und soll zentral bereits vorhandenes Wissen in die Fläche tragen.