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Deutschland ist OECD-Spitze in der MINT-Bildung

Deutschland belegt im internationalen Vergleich Spitzenplätze in der MINT-Bildung. Das geht aus dem OECD-Bericht "Bildung auf einen Blick 2017" hervor, der am 12. September 2017 veröffentlicht worden ist. Demnach hat Deutschland im internationalen Vergleich sowohl die höchste Studienanfänger- als auch Absolventenquote in Mathematik, Informatik, Naturwissenschaften und Technik (MINT). Insgesamt bescheinigt die OECD Deutschland ein leistungsfähiges Bildungssystem, in dem jungen Menschen der Übergang vom Bildungssystem ins Berufsleben besonders gut glückt.

"Bildung auf einen Blick" beleuchtet in diesem Jahr die MINT-Bildung als Schwerpunktthema. In Deutschland entschieden sich 2015 demnach 40 Prozent der Anfänger im sogenannten tertiären Bildungsbereich, dazu zählen etwa Studium oder Meister- und Technikerfortbildung, für ein MINT-Fach. Im OECD-Durchschnitt waren es 27 Prozent. Und rund 35 Prozent der 25- bis 64-Jährigen mit tertiärer Bildung besitzen einen Abschluss im mathematisch-naturwissenschaftlich-technischen Bereich – damit steht Deutschland hier ebenfalls auf Platz eins in der OECD, wo der entsprechende Durchschnitt bei 25 Prozent liegt. Der OECD-Bericht zeigt außerdem, dass mit MINT-Bildung besonders positive Beschäftigungsaussichten verbunden sind.

Allerdings sind Frauen laut der Untersuchung in den meisten MINT-Fächern unterrepräsentiert. Sie stellen demnach in diesem Bereich nur 28 Prozent der Studienanfänger dar. Der OECD-Durchschnitt liegt mit 30 Prozent etwas höher. Gleichzeitig gibt es in anderen Fächern deutlich mehr weibliche als männliche Studienanfänger. Im Fach Pädagogik zum Beispiel sind 80 Prozent der Studienanfänger in Deutschland Frauen.

Bundesbildungsministerin Johanna Wanka (CDU) zeigte sich erfreut über den hohen Anteil an Studierenden der technischen und naturwissenschaftlichen Fächer. "Zur Sicherung seiner Innovationsstärke braucht Deutschland eine ausgeprägte MINT-Kompetenz", teilte Wanka mit. Dies gelte gerade auch mit Blick auf den digitalen Wandel. Frauen müssten aber in diesem Bereich besonders gefördert werden. "Auf ihr Potenzial können und dürfen wir nicht verzichten", sagte Wanka.