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Update für die Bildung: MINT Nachwuchsbarometer 2017

Das MINT Nachwuchsbarometer 2017 von acatech – Deutsche Akademie der Technikwissenschaften und der Körber-Stiftung sieht bei der digitalen Bildung vor allem in der Schule und bei den Eltern Nachholbedarf.

Tatsächlich sind die Eltern erster Ansprechpartner ihrer Kinder, wenn es um den Umgang mit digitalen Geräten geht. 29 Prozent stoßen laut eigener Aussage aber selbst an Grenzen bei der Gerätenutzung und treffen keine Verabredung, welche Inhalte sich ihre Kinder im Netz ansehen dürfen. 59 Prozent sprechen sich dafür aus, dass die Schule Programmierkenntnisse vermittelt und über 80 Prozent wollen in Sachen digitaler Bildung mit Schule und Lehrkräften an einem Strang ziehen.

Auch die Lehrkräfte sind keine Technikmuffel, sehen aber Nachholbedarf in der eigenen digitalen Anwendungskompetenz: Nur jeder fünfte wurde im Studium auf den Einsatz digitaler Medien im Unterricht vorbereitet, dahingehend weitergebildet haben sich im Schuljahr 2015/2016 knapp über 50 Prozent.

In den Grundschulen wird zögerlich mit digitalen Mitteln gelehrt: Nur 20 Prozent der 6- bis 8-Jährigen haben regelmäßig Unterricht am PC oder nutzen ihn in Pausen oder Nachmittagsangeboten. An weiterführenden Schulen sind die Lehrinhalte überwiegend auf Internet-Recherchen (81 Prozent) und die Bedienung von Programmen (73 Prozent) ausgerichtet. Technische Grundlagen (36 Prozent) oder das Programmieren einer Website (26 Prozent) werden seltener vermittelt.